Sieben Bilder zur Geschichte der Sowjetunion

    Gespräch mit Dr. Paul Kaiser zur Ausstellung

    Im Frühjahr 1988 erhielt der Leipziger Maler Norbert Wagenbrett von der »Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft« (DSF) den Auftrag, einen Zyklus zum Thema »Der Revolutionär als Zeitgenosse« zu gestalten. Als Wagenbrett die Bilder unter dem neuen Titel »Sieben Bilder zur Geschichte der Sowjetunion« Anfang 1990 fertigstellte, standen das Ende der DDR und mit ihr der DSF unmittelbar bevor. 

    Im Rahmen des Kunstfests Weimar 2017 sind die Bilder nun erstmals als autonomer Kunstzyklus zu sehen. Sie spielen an auf die politische Ikonographie des im Untergehen begriffenen Systems und zeugen zugleich von der großen Ernüchterung, die mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion einherging: Das revolutionäre Feuer ist erloschen, der revolutionäre Gestus zur Pose erstarrt. Die Behauptung, dass im Sozialismus alle Macht vom Volk ausgehe, ist hohl geworden. 

    Der Dresdner Kunsthistoriker Dr. Paul Kaiser, einer der führenden Experten für die Kunst der DDR, spricht am 19.8. um 19:00 über das Werk von Norbert Wagenbrett.
    Produktion 
    Kunstfest Weimar 

    Förderung 
    Kulturstiftung des Bundes 

    Mit freundlicher Unterstützung durch das Deutsche Nationaltheater Weimar und das Kunstarchiv Beeskow

    Motiv:»Friedensverhandlungen«, Norbert Wagenbrett; Foto: Andreas Kämper

    Bilder
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    Trailer

    Spieltermine

    Sa 19.08.
    19:00
    Freier Eintritt

    Spielort

Europäische UnionWeimarer Sommer