Vernissage – Die Bibliothek der unlesbaren Zeichen


    Seit 1989 schreibt Axel Malik Tag für Tag. Millionen von einzigartigen, sich zu komplexen Schreibspuren verdichtenden Zeichen dokumentieren ein Projekt, das Malik als »skripturale Methode« bezeichnet. Seine Schriftzeichen sind nicht Symbol, beruhen auf keinem Code. Sie bilden einen unlesbaren Text, der nichts zu bedeuten scheint. Bei näherer Betrachtung lässt sich jedoch eine differenzierte und präzise Struktur erkennen: zwischen Schrift und Malerei, nicht zu entschlüsseln – und gerade deshalb faszinierend und erstaunlich konkret.

    Bibliotheken sind in einer jahrtausendealten Tradition der Ort, an dem Schriftträger ihr Zuhause haben. In der Weimarer Universitätsbibliothek mit ihrer besonderen Architektur setzt Axel Malik den lesbaren Zeichen der Bücher seine ganz anderen Texte gegenüber. Mit Zeichen- Interventionen auf allen Ebenen der Bibliothek eröffnet er ungewöhnliche und einzigartige Perspektiven auf Schrift, Lesen und Schreiben.

    Zur Ausstellungseröffnung reagiert der Kulturwissenschaftler und Philosoph Joseph Vogl auf Axel Maliks Installation, während der Künstler selbst in einer Schreibperformance erlebbar macht, mit welcher Intensität sich die Zeichen aus dem Nichts heraus artikulieren.

    Produktion
    Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar, Kunstfest Weimar

    Förderung
    Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Bauhaus-Universität Weimar, Sparkasse Mittelthüringen

    Motiv: Axel Malik

    Bilder
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    Trailer

    Spieltermine

    So 20.08.
    11:00
    Freier Eintritt

    Spielort

Europäische UnionWeimarer Sommer