Das Kunstfest Weimar, 1990 als eine der ersten deutsch-deutschen Kulturinitiativen gegründet, ist Thüringens größtes und bekanntestes Festival für zeitgenössische Künste.

Seit 2014 wird das Kunstfest vom Deutschen Nationaltheater Weimar ausgerichtet. Unter der künstlerischen Leitung von Christian Holtzhauer hat sich das Festival gegenüber allen Kunstformen geöffnet. Internationale und überregionale Tanz- und Theatergastspiele stehen ebenso auf dem Programm wie verschiedene Konzertformate, spartenübergreifende Projekte, Literatur, Film, bildende Kunst und Kunst im öffentlichen Raum. Viele Projekte entstehen im Auftrag bzw. unter Beteiligung des Kunstfests und erleben hier ihre Ur- oder deutsche Erstaufführung. Die Stadt Weimar ist Bühne, Thema und Hauptakteur des Kunstfests. Weimar – das sind mehr als 500 Jahre deutscher Geschichte auf engstem Raum. Wie zeitgenössische Künstler*innen produktiv mit dieser Geschichte umgehen können, ist eine zentrale Frage der Programmplanung.

In den ersten beiden Jahren des Bestehens des Kunstfests war Dr. Kari Kahl-Wolfsjäger Intendantin und übergab 1992 die künstlerische Leitung an Johannes Gross. Von 1993 bis 2001 wurde das Kunstfest unter der Intendanz von Bernd Kauffmann von der Stiftung Weimarer Klassik veranstaltet. In diese Zeit fiel auch das Kulturstadt Europa Jahr 1999. 2002 wurde das Kunstfest von Ralf Schlüter geleitet und 2003 von Hellmut Seemann, dem Präsidenten der Klassik Stiftung Weimar.
Von 2004 bis 2013 prägte Nike Wagner das Programm des Kunstfests Weimar, das während dieser Zeit den Namen »pèlerinages« trug und sich in erster Linie als Musikfestival definierte.

Das Kunstfest ist heute ein vielseitiges und lebendiges Festival, das mit seinem umfangreichen und vielseitigen Programm die Bewohner*innen Weimars gleichermaßen anzusprechen vermag wie die zahlreichen Gäste der Stadt.
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