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Danke für ein erfolgreiches KUNSTFEST 2021!

Die zweite Corona-Edition des KUNSTFESTS WEIMAR ist seit vergangenem Wochenende Geschichte: 2021 fanden über 200 Veranstaltungen in rund 50 Spielorten in Weimar und ganz Thüringen, darunter 23 Ur- und Erstaufführungen statt. Insgesamt besuchten rund 27.500 Zuschauer*innen die Veranstaltungen des KUNSTFESTS, womit eine leichte Steigerung zum Vorjahr gelang.

Und das, obwohl in den Hauptspielstätten des Deutschen Nationaltheaters — wie im Vorjahr — nur eine Belegung von rund 25 Prozent möglich war. Allein die beiden Konzerte von Chilly Gonzales und das Sinfoniekonzert des Gustav Mahler Jugendorchesters waren so stark nachgefragt, dass unter normalen Bedingungen mit einer Vollauslastung des Großen Hauses zu rechnen gewesen wäre. Leider war dies auch in diesem Jahr nicht möglich, so dass sich der Ticketverkauf von 5334 Karten plus rund 800 Zuschauer allein für das kostenlose NSU-Prozess Reenactment als entsprechend erfreulich erweist — gerade auch vor dem Hintergrund, dass das KUNSTFEST WEIMAR im vergangenen Jahr alleiniger Kulturveranstalter war, während in diesem Jahr die parallelen Angebote durch das Köstritzer Spiegelzelt, das Weinfest und diverse weitere Konzert- und Bühnenangebote vielfältig waren. Die Pressereaktionen auf das KUNSTFEST waren zahlreich und überwiegend positiv bis euphorisch. In der Süddeutschen Zeitung resümierte Chefkritikerin Christine Dössel am 3. September in ihrer Reflektion über das KUNSTFEST im Schatten des Goethe-Geburtstags: »Es hätte ihm bestimmt gefallen.« Katrin Bettina Müller lobte in der Berliner TAZ vom 8. September die »klare Positionierung des Festivals«, das seinen Status »als größtes interdisziplinäres Festival im Osten Deutschlands« nutze und attestierte den meisten Projekten des KUNSTFESTS ein »längeres Echo im Erinnerungsraum«. Auch international fand das Festival viel Beachtung: So berichtete wie im Vorjahr der Kulturkanal der BBC Radio 4 ausführlich; das italienische »nachtkritik«-Pendant zum »teatro e critica« veröffentlichte einen begeisterten Festivalbericht genauso wie das russische Webzine Oteatre. Dort urteilte Marina Davydova über den Festivalleiter: »Hemke besitzt alle Qualitäten, die ein Leiter eines internationalen Forums braucht — er ist polyglott, kennt das westliche Theater gut, noch besser das Theater des arabischen Ostens und Afrikas, er hat die nötige Intuition und Risikobereitschaft. Das von ihm geleitete Kunstfest baut den Theatergedanken beim eher bürgerlichen und wenig experimentierfreudigen Weimarer Publikum konsequent aus. Es dehnt sich aus, auch im rein geographischen Sinne.«