• Jan Frisch


    Zeitlos, so kann man wohl das Debüt von Jan Frisch nennen, dabei soll "zeitlos" eine kleine Insel mit einem Leuchtturm sein, die man auch auf weiter See noch erkennt, an der man sich orientieren kann. So darf man sich gerne an Jan Frisch und "Das ist keine Übung" halten, wenn man denn im sogenannten Genre des "Liedermachers" nach Musik sucht, die sich experimentierfreudig aus dem Fenster lehnt, dabei jedoch immer das Erzählen von Geschichten dicht am Herzen trägt.
    Meist geschieht das in impressionistisch aneinandergereihten Gesprächsfetzen, wie vom Meer glattgespülte Glasscherben ergeben sie im Mosaik ein - wenn auch leicht verschwommenes - Bild einer Szene aus dem Leben: Gespräche nach einem Konzert, ein Stadtbesuch oder eine Autofahrt. Große Lyrik wird da auf groß verwobene Gitarrenspielereien und instrumentale Luftsprünge gelegt, kein Wort zu viel, alles so, dass es ineinander passt und trotz des filigranen und technisch einwandfreien Aufbaus niemals kalt oder befremdlich wirkt, sondern immer eine große Wärme mit sich bringt, was sicher auch an den sehr wohl humorvollen, aber niemals wirklich zynischen Texten liegt. Leicht macht er es einem nicht, der Herr Frisch, aber leicht soll es einem gute Musik ja auch nicht immer machen, gerade der verkniffelte Song, mit diesem merkwürdigen Störgeräusch, und da war doch noch dieser andere mit dieser ungewöhnlichen Percussion, na komm, den müssen wir jetzt noch mal hören, und danach noch der im Auto, da denk ich immer an meine Kindheit...

    Jan Frisch (git, voc)

    www.janfrisch.de

    Jan Frisch

    Foto: privat

    Preise:

    Freier Eintritt