17.8. - 2.9.2018

    Gespräche in der Bauhausküche


    In den turbulenten Jahren nach Kriegsende, Revolution und Republiksgründung wurde überall in der Gesellschaft um neue Gestaltungsfähigkeit gerungen. In dieser Phase übernahmen Künstler*innen, Architekt*innen und Gestalter* innen eine Führungsrolle. Mit der Gründung des Bauhauses entstand 1919 eine Schule, in der Schüler*innen und Lehrer*innen gemeinsam einübten, wie das Leben in der Industriemoderne eingerichtet werden könnte. Das Bauhaus stand für ein forschendes Verhältnis gegenüber Materialien, Formen und Wissen und verlieh der wirtschaftlich instabilen, politisch unruhigen Weimarer Republik eine konstruktive, ästhetische und umsetzbare soziale Utopie. Das Bauhaus war Künstlerrepublik und Ingenieursalon, Laboratorium und Experiment.

    Mit der Reihe »Gespräche in der Bauhausküche« fragt das Kunstfest Expert*innen, Wissenschaftler* innen, Künstler*innen und das Publikum: Was bedeutet »modern sein« heute – 100 Jahre nach der Gründung des Bauhauses und mitten im 21. Jahrhundert? Zu jedem Gespräch öffnen wir die Bauhausküche mit einem kleinen Imbiss, der zum weiteren Diskutieren und Verweilen einlädt.

    Kälte

    Mit dem Satz »Keiner stört in dieser Wohnung den anderen« warb Walter Gropius für die Bauhausarchitektur. Großzügig, geordnet und auf Abstand bedacht sollten sich die neuen Städte zeigen. Auch das Leben der modernen Menschen sollte »sachlich« und »wissenschaftlich « werden. Am Bauhaus experimentierte man deshalb mit neuen Formen und einer neuen materiellen Kultur. Im Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens wird diskutiert, welche Katalysatoren in Vergangenheit und Gegenwart kulturelle Entwicklungen bestimmen. Wie entsteht das Handwerk des Lebens? Dazu gehören heute nicht nur der Umgang mit dem Klimawandel, sondern auch Phänomene wie Mobilität und die Vielgestaltigkeit der Gesellschaften.

    Mit einer kurzen Führung durch die »Eiszeit« mit dem Museumsdirektor Dr. Diethard Walter

    Weitere Veranstaltungen in dieser Gesprächsreihe
    Mi, 29.8. / 18:00 Uhr, »Balancen«, ACC Galerie Weimar
    Do, 30.8. / 18:00 Uhr, »Hitze«, ehemalige Dorfner-Werkstatt

    Konzept
    Janek Müller, Niklas Hoffmann-Walbeck

    Mit
    Torsten Blume, Florian Goldmann (Stratagrids) und Marcus Steinweg

    Moderation
    Dr. Frank Hiddemann

    Produktion
    Kunstfest Weimar

    Förderung
    Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes im Fonds Fonds »Bauhaus heute« Im Rahmen von »Hitze Kälte Apparate. Bauhaus – Versuche am Gleichgewicht«

    Mit freundlicher Unterstützung durch den Landesbetrieb für Bau- und
    Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt

     

    Foto: «ice», Dana Keller

    Foto: «ice», Dana Keller

    Bilder
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    Trailer

    Spieltermine

    Di 21.08.
    18:00

    Spielort

    Info & Ticketpreise

    5,00 €

    Eintritt 5 € / ermäßigt 3 €

    1 € Rabatt ab der 3. Gesprächsrunde (nur an der DNT-Theaterkasse im Paket erhältlich),
    mit Veranstaltungsreihe »Kollektiver Dialog Gertrud Grunow« kombinierbar

    Dauer ca. 1h 30 min, keine Pause

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