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Johannes Maria Staud | Thomas Köck | Andrea Moses:
Missing in Cantu – Eure Paläste sind leer

Aktuelles Musiktheater – Berauscht in den Untergang

Der österreichische Star-Dramatiker Thomas Köck, zum vierten Mal in Folge mit einer Uraufführung beim Kunstfest Weimar zu Gast, beschreibt in seinem Libretto »Missing in Cantu« erneut ein Endzeitszenario: das globale kapitalistische System am Ende einer jahrhundertelangen, systematischen Zerstörung seiner eigenen Lebensgrundlagen. Südamerikanischer Dschungel, die Ruinen einer Machtzentrale und US-amerikanische Vorortsiedlungen sind Spielorte der Eroberung und des Untergangs der „Neuen Welt“. Exemplarisch wirft das Stück die Frage auf, wie der westlichen Lebensweise und ihrem zügellosen, rauschhaften Konsum von Landschaft, Ressourcen, Umwelt, Lebewesen überhaupt Einhalt geboten werden kann.

Dieser „mächtige, laute, melancholische Gesang, in den immer mehr Stimmen und Erinnerungen einfallen“ (Köck) bietet dem österreichischen Komponisten Johannes Maria Staud, schon in jungen Jahren mit einer großen Uraufführung an der Wiener Staatsoper geadelt, in seiner experimentellen Anlage geradezu die ideale Vorlage, um ein multiperspektivisches Werk zu komponieren. Staud erschafft ein schillerndes, komplexes Ganzes; Musik wie Text behalten ihre Autonomien, vermischen sich bisweilen aber zu einem eigenwillig-soghaften Amalgam. Die beiden österreichischen Exponenten ihrer jeweiligen Generation arbeiten erstmals zusammen. Die Weimarer Operndirektorin Andrea Moses führt Regie.

Preise

für 02.09.2023 (Premiere): 28,00 € (PG f) | 33,00 € (PG e) | 42,50 € (PG d) | 50,50 € (PG c) | 56,00 € (PG b) | 62,00 € (PG a)

für 07.09.2023: 20,00 € (PG f) | 22,50 € (PG e) | 28,00 € (PG d) | 34,00 € (PG c) | 40,00 € (PG b) | 45,00 € (PG a)

PG = Platzgruppe. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der Kulturförderabgabe der Stadt Weimar. Es gelten die regulären Ermäßigungen.

Bei Fragen zur Reservierung steht Ihnen der DNT-Besucherservice gerne zur Verfügung.

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  • Sa 2.9. • 19:30
  • Do 7.9. • 19:30
Deutsches Nationaltheater Großes Haus
Uraufführung
Ab 14 Jahren