Presse
Interessierte Journalist:innen erhalten an dieser Stelle die Möglichkeit, auf Presseerklärungen und Fotos zum Kunstfest Weimar 2026 als Download zuzugreifen. Ansprechpartner für weitere Fragen, Interviewwünsche und Pressekarten ist:
Judith Ellaik
P + 49 (0) 3643 / 755 292
judith.ellaik@nationaltheater-weimar.de
Pressemitteilungen
10.8.26 • Kunstfest Weimar präsentiert »Soundtrack for Midnight TAMURO« von Masamitsu Araki – Europapremiere
Sound-Art-Performance mit motorisiertem Klangkörper in Apolda, Thüringen
Am Eröffnungswochenende des Kunstfest Weimar wird die Festwiese in Apolda zur Bühne für ein außergewöhnliches Klangerlebnis: Mit »Soundtrack for Midnight TAMURO« präsentiert der japanische Künstler Masamitsu Araki eine Open-Air-Konzert-Performance, in der Fahrzeuge mit High-End-Soundanlagen zum musikalischen Ensemble werden. Die Europapremiere findet am Freitag, 21. August 2026 statt, die zweite Vorstellung folgt am Samstag, 22. August.
»Tamuro« bedeutet so viel wie »zusammen abhängen«. Ausgangspunkt der Sound-Komposition sind Erinnerungen an nächtliche Parkplätze in der japanischen Provinz – Orte am Stadtrand, an denen sich Landschaft, Industrie, Tradition und Jugendkultur überschneiden. Es sind Treffpunkte, an denen informelle soziale und kulturelle Räume zwischen den Fahrzeugen entstehen. In einer Atmosphäre zwischen Alltag, Traum und Ausnahmezustand, ländlicher Idylle, Dämmerung und gemischten Gefühlen entdeckt Araki ein besonderes räumlich-klangliches Potenzial: Speziell ausgestattete Autos werden zu einer eigens zusammengestellten Band, die geisterhaft umhercruisend ein nächtliches Konzert gibt.
Im Auftrag des Kunstfest Weimar und in Partnerschaft mit dem Kunstfestival Kyoto Experiment bringt Masamitsu Araki seinen »Soundtrack for Midnight« nach Thüringen. Bei der internationalen Begegnung des Künstlers mit Sound-Enthusiast*innen der regionalen Autoszene entsteht eine neue Fassung des Werks, die er als unkonventionelles Sound-Art-Ereignis für eine sommernächtliche Festwiese im Weimarer Land inszeniert. Fahrzeuge mit individuell verbauten Soundsystemen formieren sich zu einem räumlichen Klangkörper der Sonderklasse, der den Aufführungsort durch Klang und Bewegung völlig neu erfahrbar macht und dabei Erinnerungsorte des Aufwachsens in ländlichen Räumen heraufbeschwört.
ARAKI MASAMITSU (*1981, Yamagata) ist Künstler, Musiker und Sounddesigner. Er lebt und arbeitet in Kyoto. Sein künstlerisches Schaffen bewegt sich an der Schnittstelle von Klangkunst, Performance und Raum. Musik steht im Mittelpunkt seiner Arbeit, wobei er sich die Ränder der Disziplin zum Ausgangspunkt nimmt und sich oft auch auf humorvolle Weise mit dem kreativen Zuhören beschäftigt. Er konstruiert einzigartige Klanglandschaften, für die er Ton, Video, Stimme, ortsspezifische Elemente und Umgebungen einbezieht und unterschiedliche Präsentationsformen wählt, darunter Theaterstücke, Installationen, Performances, Führungen und mehr. In seinen Projekten untersucht er, wie Geräusche, technische Geräte und soziale Situationen zu musikalischen Erfahrungen werden können.
Europapremiere im Rahmen des Kunstfest Weimar 2026:
Soundtrack for Midnight TAMURO
Masamitsu Araki
21. und 22. August 2026, jeweils 20.30 Uhr
Festwiese Apolda
(Busshuttle ab Weimar zum Spielort und zurück)
Video-Installation: Im Festivalzentrum ist vom 21. bis 23. August der im Norden Japans entstandene Prolog (Film) zu »Soundtrack for Midnight TAMURO« zu sehen.
Weitere künstlerische Angebote am Eröffnungswochenende des Kunstfest Weimar:
Gratte Ciel: »RoZéO« (Open-Air Performance)
Leïla Ka: »Maldonne« (Tanz)
Anke Heelemann: »FOTOkiosk« (Installation)
Galerie Eigenheim: »Humor als Waffe« (Ausstellung)
und mehr…
Weitere Informationen zu »Soundtrack for Midnight TAMURO«: www.kunstfest-weimar.de/tamuro
Weitere Informationen zum Programm: www.kunstfest-weimar.de
4.6.26 • Programmveröffentlichung Kunstfest Weimar 2026
Kunstfest Weimar erstmals unter der Leitung von Katharina Germo und Juliane Hahn – Festivalprogramm für 2026 veröffentlicht
Das Kunstfest 2026 findet erstmals unter der Leitung von Katharina Germo und Juliane Hahn statt. Vom 21. August bis zum 6. September präsentiert es ein internationales Programm der Gegenwartskünste aus Theater, Tanz, Performance, Musik, Film, Literatur und Bildender Kunst. Das Festival bespielt dabei neben etablierten Kulturorten auch öffentliche Räume in Weimar und der Region. Im Lichthaus entsteht erstmals seit mehreren Jahren wieder ein Festivalzentrum als zentraler Ort.
„Mit dem Programm des Kunstfestes feiern wir die lebendige, verbindende Kraft künstlerischen Schaffens und setzen auf Begegnungen und gemeinsam geteiltes Erleben“, sagen Katharina Germo und Juliane Hahn.
Den Auftakt bildet die Festivaleröffnung am 21. August mit der Open-Air-Performance „RoZéO“ der französischen Kompanie Gratte Ciel im Ilmpark, bei der die Artist*innen auf sechs Meter hohen biegsamen Stangen über der Landschaft schweben.
Ebenfalls Teil der Eröffnung ist das außergewöhnliche Konzertprojekt „Soundtrack for Midnight TAMURO“ von Masamitsu Araki. Inspiriert von Erinnerungen des Künstlers ans Aufwachsen im ländlichen Raum Japans sowie von der Begegnung mit der Thüringer Autotuning-Szene entsteht eine Suite für ein Ensemble von Fahrzeugen mit getunten Soundanlagen – zu sehen und zu hören an zwei Spätsommernächten auf der Festwiese Apolda.
Zu den weiteren Höhepunkten zählen besondere Orchesterformate sowie die Tanzgastspiele „Izithukuthuku“ aus Johannesburg und „Maldonne“ vom französischen Shootingstar Leïla Ka. Außerdem Teil des Programms: Drei aktuelle Theaterarbeiten aus Chișinău, Thessaloniki und Berlin. Anhand sehr unterschiedlicher künstlerischer Strategien fragen Nicoleta Esinencu, Prodromos Tsinikoris und das libanesische Künstler*innenduo Lina Majdalanie und Rabih Mroué danach, wie sich Macht in das kollektive Gedächtnis einschreibt und wessen Stimmen dabei verloren gehen.
Die Uraufführung einer szenischen Lesung von Franziska Winkler erzählt die Geschichte einer taub-hörenden Familie und von der Unterdrückung der Deutschen Gebärdensprache im Schulsystem der DDR. Gemeinsam mit „Pas Moi“ von Diana Anselmo entsteht ein Schwerpunktwochenende mit und von Tauben Künstler*innen. Beide Veranstaltungen werden in Deutscher Gebärdensprache und deutscher Lautsprache realisiert.
Über das gesamte Festival hinweg erstreckt sich zudem ein generationenübergreifendes Panorama ostdeutscher Stimmen und Erzählungen: die Lesung des Debütromans vom Podcaster Don Pablo Mulemba, Tanja Krone und „Die erste Sicherheitskonferenz des ehemaligen Ostens“, die Pionierin des künstlerischen Aktivismus der DDR Gabriele Stötzer, eine Filmretrospektive zu Thomas Heise sowie das Leipziger Duo Studio Urbanistan, das im Weimarer Schwanseebad deutsch-deutsche Geschichten vom Schwimmenlernen auffächert.
Mit dem Festivalzentrum im Lichthaus entsteht ein zentraler Treffpunkt für Publikum, Künstler*innen und Stadtgesellschaft. Konzerte, Lesungen, Filmabende, Workshops, eine Videoausstellung mit Geschichten ehemaliger Vertragsarbeitender, Angebote für Familien sowie ein Thementag zu lebendiger Erinnerungsarbeit bilden das Programm. Während des Kunstfests bietet das Festivalzentrum Gelegenheit zum Austausch und zum Verweilen in entspannter Atmosphäre.
Das vollständige Programm des Kunstfest Weimar 2026 ist ab sofort veröffentlicht. Der Vorverkauf hat begonnen.
Pressebilder
-
»RoZéO« Gratte Ciel (c) Francis Beddok
-
»Izithukuthuku« (c) National Arts Festival
-
»Nach der Bahn die Wende« Studio Urbanistan (c) Mim Schneider
-
»Soundtrack for Midnight TAMURO« Masamitsu Araki (c) Yoshikazu Inoue
-
»Maldonne« Leïla Ka (c) Duy Laurant Tran
-
»Maldonne« Leïla Ka (c) Duy Laurant Tran
-
»Maldonne« Leïla Ka (c) Duy Laurant Tran
-
»Maldonne« Leïla Ka (c) Duy Laurant Tran
Die Pressebilder können für redaktionelle Zwecke honorarfrei heruntergeladen und weiterverwendet werden. Bei Veröffentlichungen ist die Nennung des jeweils angegebenen Copyrights zwingend erforderlich.
Akkreditierung
Presse- und Medienvertreter:innen können sich über das folgende Formular zu Ihren Wunschterminen des Festivals anmelden.