Das Eröffnungswochenende des Kunstfest Weimar

4.6.2026

Zwei Autos mit Musikboxen im offenen Kofferraum und ein Truck mit einem Menschen und Bildschirm ist zu sehen. Die Musikboxen nehmen den halben Kofferraum ein. Die Person auf dem weißen Truck hat eine LED Maske auf die leuchtet. Über der Person ist der Bildschirm befestigt auf dem
Vier Frauen stehen vor einem dunklen Hintergrund in bunten Kleidern und machen Schöpfbewegungen mit der rechten Hand. Die vier Frauen stehen in einer Reihe hintereinander und machen die selbe Bewegung.
Eine Person mit Rock ist auf einer Stange im Himmel. Die Person hat lange Haare und verdeckt die Sonne. Der Himmel ist Blau.
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Vier Personen stehen vor einer rot gemusterten Wand. Die zwei Frauen haben weiße Kleidung an. Von den Männern hat einer weiße Kleidung an und einer schwarz-blaue. Alle vier Personen sind überlagert doppelt zu sehen.
Fünf Personen laufen schnell durch eine Unterführung. Sie sind gelb und schwarz angezogen. Das Bild ist verwackelt und verschwommen.
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© Yoshikazu Inoue

© Duy-Laurent Tran

© Francis Beddok

© Ramin Mazur

© Philomena Wolflingseder

© Johannes Richter

Zum Auftakt des Kunstfest Weimar verwandeln sich bekannte Orte in Weimar und der Region in Schauplätze außergewöhnlicher künstlerischer Begegnungen. Den Beginn markiert eine lebendige Installation im Ilmpark: Am Stern präsentiert die französische Kompanie Gratte Ciel am 21. und 22. August bei freiem Eintritt ihre Performance → »RoZéO«. Auf sechs Meter hohen, biegsamen Stangen bewegen sich geheimnisvolle Figuren über der Parklandschaft – eine Darbietung, die vom Schilf der Camargue inspiriert ist und von einem atmosphärischen Live-Soundtrack begleitet wird. Parallel dazu bietet die Festwiese in Apolda den Rahmen für ein besonderes partizipatives Projekt. Der japanische Klangkünstler Masamitsu Araki feiert dort die Europapremiere von → »Soundtrack for Midnight TAMURO«. In enger Zusammenarbeit mit Akteur*innen der lokalen Autotuning-Szene verwandelt er deren getunte Fahrzeuge in ein »motorisiertes Orchester«, das den Stadtrand als informellen Treffpunkt und flüchtige soziale Skulptur erfahrbar macht.

Auch die klassischen Bühnen Weimars werden am ersten Wochenende intensiv bespielt. Im Großen Haus des Deutschen Nationaltheaters setzt sich am 21. August die Choreografin Leïla Ka in ihrem Stück → »Maldonne« mit gesellschaftlichen Rollenbildern auseinander, wenn fünf Tänzerinnen durch den Einsatz von 40 verschiedenen Kleidern die vielfältigen Facetten von Weiblichkeit und Rebellion erkunden. In der Redoute thematisiert das moldauische Kollektiv teatru-spălătorie am 23. August in der Sound-Performance → »Memory Distortion. MIXTAPE« kollektive Gedächtnisprozesse und die politische Geschichte Osteuropas. Ergänzt wird das Programm durch musikalische und gesellschaftskritische Akzente: Während → Derya Yıldırım & Grup Şimşek am 22. August im Erbenhof anatolische Tradition mit psychedelischem Groove verbinden, geht Tanja Krone mit ihrer Band in → »Songs of (In)Security« am 23. August auf dem August-Frölich-Platz der Frage nach, wie wir in unsicheren Zeiten zu innerer Sicherheit finden.

Zentraler Begegnungsort in diesem Jahr: das Festivalzentrum im Lichthaus

Zentraler Begegnungsort während des gesamten Festivals ist das neue → Festivalzentrum im Lichthaus auf dem e-werk-Gelände. Wo üblicherweise ein Programmkino beheimatet ist, entsteht nun ein Raum für den direkten Austausch zwischen Publikum, Künstler*innen und Stadtgesellschaft. Ein kostenfreies Programm aus Konzerten, Filmabenden, Ausstellungen und einem Flohmarkt lädt Besucher*innen jeden Alters dazu ein, die spätsommerliche Atmosphäre gemeinsam zu genießen und das Festival in entspannter Runde zu erleben.