Von Johannesburg nach Weimar: »Izithukuthuku« feiert die Würde des Widerstands

23.6.2026

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© National Arts Festival

Am 30. August kommt das Tanztheater → »Izithukuthuku« auf seiner ersten Europatournee aus dem südafrikanischen Johannesburg zum Kunstfest Weimar. Im Großen Haus des DNT präsentiert das Kunstfest die Deutschlandpremiere dieser mitreißenden Performance, die südafrikanische Tanzstile mit drängenden sozialen Fragen verbindet.

Streetdance und traditionelle Tänze als universelle Sprache des Überlebens

→ »Izithukuthuku« ist eine hochphysische Reflexion über prekäre Arbeit. Das Tanzstück verwebt den rasanten Streetdance-Stil isiPantsula mit traditionellen Tänzen wie Ndlamu und Setapa zu einer universellen Sprache des Überlebens. Auf der Bühne entsteht dabei eine faszinierende, perkussive Klangwelt: Nähmaschinen surren, Schreibmaschinen klappern und das rhythmische Schlagen auf Transportkisten imitiert den Takt eines Zuges, der die Arbeiter in die Städte presst.

Vusi Mdoyi, Phala Ookeditse Phala und Jeremy Nedd schaffen Tanztheater über Generationen prekärer Arbeit

Künstlerisch geprägt wird die Arbeit von Vusi Mdoyi, Tänzer, Choreograf und künstlerischer Leiter der VAP Dance Academy sowie Mitbegründer der Impilo Mapantsula Global Movement. Aufgewachsen in einem Township, entwickelte er eine tiefe Verbindung zu isiPantsula – einer Tanzform, die Kultur, Politik und Geschichte miteinander verbindet. Gemeinsam mit dem Dramaturgen Jeremy Nedd und dem Regisseur Phala Ookeditse Phala schuf er eine Performance über generationenübergreifendes Erinnern und anhaltenden Protest, die das Überleben, die Würde und den Widerstand von Menschen feiert, deren Geschichten oft übersehen werden.

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»Izithukuthuku« ist eine Produktion der VAP Dance Academy, Theatre & Studios und wird nach der Premiere am National Arts Festival in Südafrika in Koproduktion mit dem Theaterfestival Basel, dem Festival Noorderzon in Groningen und dem Kunstfest Weimar weiterentwickelt.